Gemeinschaftspraxis Doktor Billecke
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Was ist Osteoporose?

Die Krankheit Osteoporose ist durch eine verringerte Knochenmasse und eine poröse Knochenstruktur gekennzeichnet. Beides läßt den Knochen leichter brechen. Typische Bruchstellen sind die Wirbelsäule, die Hüfte oder das Handgelenk.
Da der Knochenschwund lange Zeit ohne Anzeichen fortschreitet, kommt es nicht selten zu Brüchen ohne äußere Einflüsse. Das Heben einer Tasche oder festes Husten können hierfür schon ausreichen.
Ursachen
Etwa 95 Prozent aller Patienten leiden an einer Osteoporose, für die keine direkte Ursache auszumachen ist. Sie steht in engem Zusammenhang mit dem Alter und mit dem Hormon- und Calciumstoffwechsel. Zierliche Menschen scheinen häufiger zu erkranken, denn sie haben eine geringere Ausgangsknochenmasse, und das Skelett reagiert stärker auf Belastung.
Bei den restlichen Patienten können verschiedene Krankheiten die Entstehung einer Osteoporose begünstigen, ausgelöst durch z. B. Störung des Cortisonstoffwechsels, Geschlechtshormonmangel, Störung des Calciumstoffwechsels oder Schilddrüsenüberfunktion.
Die menschlichen Knochen als lebendes Gewebe befinden sich in einem ständigen Umbauprozess;
Bei gesunden Menschen sind Auf- und Abbautätigkeit des Knochen so aufeinander abgestimmt, dass die Knochenmasse erhalten bleibt. Das Knochengerüst (Skelett) wird bis zum jungen Erwachsenenalter stetig aufgebaut. Bis etwa zum 30. Lebensjahr überwiegt der Knochenaufbau. Etwa im 35. Lebensjahr ist die maximale Knochenmasse erreicht. Da nach überwiegt der Knochenabbau.

Diagnose


Wie bei vielen Krankheiten ist ein frühzeitiges Erkennen der Osteoporose wichtig, um die Auswirkungen der Osteoporose möglichst gering zu halten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Osteoporose zu diagnostizieren:

  1. körperliche Untersuchung
  2. Röntgenuntersuchung
  3. Knochendichtemessung

Ist radiologisch der Verdacht auf Osteoporose aufgetreten, sollte eine Knochendichtemessung in Erwägung gezogen werden. Eine der sichersten Methoden eine Osteoporose zu erkennen, ist die Knochendichtemessung (= Osteodensitometrie).
Die Knochendichte sollte unbedingt bestimmt werden, wenn entsprechende Beschwerden oder spezielle Risiken vorliegen . Kontrolluntersuchungen sollten in einem Abstand von mehr als einem Jahr erfolgen.
Die gängigsten Messmethoden der Osteodensitometrie bestimmen die Abweichung des Messwertes von der mittleren Knochendichte eines gesunden 30jährigen Menschen .Behandlung
Da es sich bei der Osteoporose um eine chronisch fortschreitende Krankheit handelt, müssen entsprechende Medikamente über lange Zeit eingenommen werden, damit dem Masse- und Strukturverlust des Knochens ausreichend entgegengewirkt werden kann.
Vor allem Knochenbrüche können so vermieden werden, die schwere Folgen nach sich ziehen. Nach einem Bruch des Schenkelhalses verlieren beispielsweise 50 Prozent der zuvor alleinlebenden Betroffenen ihre Unabhängigkeit. Die medikamentöse Langzeittherapie richtet sich nach dem Grad des Knochenmasseverlustes, der Art der Osteoporose und der Stärke des Knochenumsatzes. Welches Medikament für Sie am besten geeignet ist, entscheidet Ihr Arzt.

Vorbeugung


Ernährung

Ausreichende Calciumzufuhr ist für einen gesunden Knochen absolut unverzichtbar. Untersuchungen haben gezeigt, dass mit der durchschnittlichen Ernährung nur die Hälfte der empfohlenen Calciummenge aufgenommen wird. Durch eine calciumreiche Ernährung kann einer Unterversorgung in der Regel begegnet werden.
Während der Schwangerschaft, der Stillzeit sowie während und nach den Wechseljahren besteht ein erhöhter Calciumbedarf. Dieser sollte durch Calciumpräparate abgedeckt werden. Die empfohlene Calciumdosis liegt bei mindestens 1000 mg Calcium pro Tag.
Wie auch bei anderen Vitaminen führt eine Unterversorgung mit Vitamin D zu Mangelerscheinungen. Vitamin D regelt die Aufnahme von Calcium aus der Nahrung. Vitamin D wird unter Sonnenbestrahlung im Körper gebildet. Während der Wintermonate und bei ungenügendem Aufenthalt im Freien kann es zu einem Mangel an Vitamin D kommen.Die empfohlene Dosis liegt bei 800 IE (internationale Einheiten) Vitamin D pro Tag.

Bewegung

Neue Untersuchungen zeigen einen engen Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und Knochendichte. Auch bei schon vorhandener Osteoporose kann Bewegung helfen den Knochenabbau zu bremsen. Das durch die Nahrung aufgenommene Calcium kann nur in die Knochen eingebaut werden, wenn man sich ausreichend bewegt. Darüber hinaus schult regelmäßige Bewegung auch die Koordination und die Kraft, was folglich das Sturzrisiko vermindert. Je früher mit einem regelmäßigen Aktivprogramm begonnen wird, desto besser. Nicht alle Bewegungen sind günstig bei manifester Osteoporose; fragen Sie Ihren Arzt, bevor Sie mit dem Training beginnen!
Fazit:
In Deutschland leiden etwa 7 Millionen Menschen an dieser Volkskrankheit Jeder Vierte über 50 leidet heute an Osteoporose.
Osteoporose muss so früh wie möglich erkannt und behandelt werden, damit Frakturen so effektiv und schnell wie möglich verhindert werden können.

Passen Sie gut auf sich auf

Dr. Petra.Billecke
Facharzt für Orthopädie und Osteologie