
Bei chronischen Schmerzen am seitlichen Sehnenansatz des Ellenbogengelenkes,
dem sogenannten Tennisellenbogen, wird durch Anspannung der Unterarmmuskeln
im Bereich des ellenbogennahen Anteils des seitlichen Oberarmknochens
ein zum Teil sehr heftiger Schmerz ausgelöst. Bei Schmerzen
am inneren Ellenbogengelenk handelt es sich um einen Golferellenbogen.
Diese Schmerzen können mit mehr oder weniger stark ausgeprägten
entzündungsähnlichen Veränderungen einhergehen. Eine
Ursache im Sinne einer echten Entzündung durch Bakterien oder
Viren ist nicht bekannt. Man geht davon aus, daß die Muskeln
und Sehnenansätze bei sich ständig wiederholender Anspannung
ohne Ausgleichsbewegung überlastet sind. Bei akuten durch kurzzeitige
Überbelastung verursachten Schmerzen können diese ohne
medizinische Hilfe innerhalb von wenigen Tagen zurückgehen.
Es kann jedoch auch bei weiterbestehender Fehlbelastung zur Chronifizierung
der Schmerzen kommen. Diese können trotz regelmäßiger
Behandlungen über viele Monate und Jahre bestehen bleiben.
Beim Impingement-Syndrom, welches häufig von starken und auch
nächtlichen Schmerzen an der Schulter begleitet wird, ist der
Raum unter dem Schulterdach verengt. Verschleißerscheinungen
der Sehnen oder entzündliche Veründerungen können
zu einer weiteren Einengung führen. Dabei wird vor allem ein
Schmerz ausgelöst, wenn die Arme zur Seite gestreckt und nach
oben geführt werden. Starke Schmerzen können auch durch
direkten Druck wie bei Schlafen durch Liegen auf der betroffenen
Seite ausgelöst werden. Durch die schmerzbedingte Schonhaltung
kann es zusätzlich zu einer Bewegungseinschränkung im
betroffenen Schultergelenk kommen (partielle Schultersteife) und
krankengymnastische Übungen zur Wiederherstellung der Beweglichkeit
können notwendig werden. Bei der Tendinosis calcarea befinden
sich röntgenologisch nachweisbare Kalkdepots in den Sehnenansätzen
der Schultermuskeln. Schmerzen können, müssen aber nicht
bestehen.
Inwiefern letztlich die Kalkdepots für die Schmerzen verantwortlich
sind, ist noch nicht abschließend geklärt.
Auch hier gibt
es immer wieder Fälle, in denen Patienten mit den bewährten
Therapiemöglichkeiten nicht erfolgreich behandelt werden können.
Diesen Patienten kann häufig mit der ESWT geholfen werden. Besonders
wichtig ist dabei jedoch, daß neben der schmerzlindernden ESWT
auch krankengymnastische bungen durchgeführt werden. Diese
sollen einerseits die Mobilität der Schulter verbessern und andererseits
die lokale Muskulatur stärken. Die konsequente Mitarbeit des
Patienten ist hier für den Therapieerfolg von entscheidender
Bedeutung.
