
DXA (=DEXA) = Dual(-energy) X-ray Absorptiometry
Absorptiometrie unter Verwendung von Photonen zweier unterschiedlicher
diskreter Energien (38 und 70 keV)
-> Bestimmung des Knochenmineralsalzgehaltes (BMC = bone mineral
content) der "durchgescanten" Körperregionen
-> planimetrische Ermittlung der Knochendichte (BMD = bone mineral
density)
DXA ist das etablierteste Verfahren zur Messung der Knochendichte.
Andere Methoden sind z.B. die QCT (volumetrische Knochendichtemessung;
Vorteile: Hohes Maß an Validität, hohe Meßpräzision,
niedrige Strahlenbelastung, kurze Scan-Zeiten.
Meßpräzision: LWS-Messung 0.5(- 1) % Schenkelhals-Messung
1(-1.5) %
Strahlenbelastung pro Messung/Meßort: 10-50 µSv Scanzeit
pro Meßort: ca. 5-10 Min.
(zum Vergleich: Die natürliche Strahlenbelastung beträgt
i.d.R. über 100 µSv pro Monat (!)) also sehr gering
Unter den Meßverfahren für die Osteoporose-Diagnostik u.
-Therapiemonitoring liegt für die DXA-Methode die mit weitem
Abstand größte Datenbasis vor; die Mehrzahl der prospektiven
Studien und Therapiestudien im Bereich Osteoporose/Knochenstoffwechsel
verwendet dieses Verfahren.
An großen Normkollektiven wurden BMD-Durchschnittswerte mit
entsprechenden Standardabweichungen (SD) ermittelt; diese erlauben
bei einer Messung die Angabe von
- T-Wert: Abweichung des Meßergebnises von der peak bone mass
(junger Erwachsener [30-jährige]) ausgedrückt in SD
- Z-Wert: Alters- (und körpergewichts-) korrigierter Wert
Für Kinder liegen keine allgemein gültigen Referenz-Meßdaten
vor, weshalb bei Messung von Pat. unter 18 J keine T- / Z-Werte angegeben
werden können; dennoch kann zur intraindividuellen Verlaufsbeurteilung
die DXA-Messung auch hier als sinnvolles Instrument (zB. bei ausgeprägt
osteokatabolen Erkrankungen oder Therapien, wie Langzeit-Steroidtherapien)
eingesetzt werden - hohe Meßpräzision, niedrige Strahlenbelastung.
Densitometrische Diagnose einer Osteopenie oder Osteoporose nach
WHO-Definition: Osteopenie -1 > T > -2.5
Osteoporose T < -2.5Indikationen zur DXA-Untersuchung:
Risikopersonen mit deutlich erhöhtem Frakturisiko:
(ggf. Verlaufskontrollmessungen sinnvoll)

